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Industrie-Spotlights | Juni 2025
Impulse für eine Verwaltung, die nicht nur plant – sondern liefert.
Der Koalitionsvertrag mit dem Titel „Verantwortung für Deutschland“ bekennt sich klar zur Reform und Modernisierung des Staates. Die Bundesregierung verfolgt das Ziel einer digital souveränen, resilienten und bürgernahen Verwaltung – ein Paradigmenwechsel mit großem Potenzial für Deutschland. Für die Umsetzung dieser Vision braucht es eine konsistente Digitalstrategie, klare Zuständigkeiten und eine nachhaltige Finanzierung.
Eine moderne Verwaltung ist ein elementarer Baustein eines leistungsfähigen Staates. Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen jetzt konsequent die Aspekte der Verwaltungsdigitalisierung adressiert werden, bei denen es bislang am meisten hakt – pragmatisch, mutig und zukunftsgerichtet.
Jetzt ist nicht die Zeit für weitere Grundsatzdebatten, sondern für entschlossenes Handeln. Erforderlich ist ein klarer Umsetzungswille auf allen Ebenen: von der Strategie zur Anwendung, vom Papier in die Praxis.
Die Gründung eines eigenständigen Digitalministeriums mit eigenem Haushaltstitel ist überfällig und absolut notwendig. Sie ist der erste entscheidende Schritt, damit die Digitalisierung des Staates endlich den nötigen politischen Stellenwert und die erforderliche Durchsetzungskraft bekommt. Richtig ausgestaltet, kann das Ministerium zur zentralen Steuerungsinstanz digitalpolitischer Maßnahmen im Bund werden – basierend auf ressortübergreifender Koordination, klarer Verantwortung und sichtbarer Wirkung.
Der öffentliche Auftritt des Ministeriums signalisiert Aufbruch – mit selbstbewussten Leitmotiven wie „Wir starten durch“, „Wir kümmern uns“ und „Wir machen“. Damit dieser Anspruch Realität wird, muss das Ministerium mit Mut, Gestaltungskompetenz und einem klaren Mandat ausgestattet werden. Es darf nicht im Abstimmungsdschungel der föderalen Strukturen versanden, sondern muss aktiv führen, priorisieren und durchsetzen.
Empfohlene Aufgaben und Prioritäten:
Konsequente Ende-zu-Ende-Digitalisierung von Verwaltungsleistungen, unter Berücksichtigung des Once-Only-Prinzips – medienbruchfrei, nutzerzentriert und skalierbar.
Zentrale Steuerung und Beschleunigung der OZG-Umsetzung, mit Fokus auf Praxistauglichkeit und Wiederverwendung bestehender Lösungen.
Aufbau einer Verwaltungscloud mit modularen, skalierbaren Basisdiensten, etwa für digitale Identitäten, Bezahllösungen oder Kommunikationsschnittstellen.
Systematische Förderung von Open-Source-Technologien und verbindlicher Interoperabilitätsstandards.
Konsequente Nachnutzung erfolgreicher Systeme (serviceorientierte und wiederverwendbare Architekturen) statt teurer und langwieriger Neuentwicklungen.
Verschlankung der Beschaffungsprozesse durch praxisorientierte Vergabeverfahren unter frühzeitiger Einbindung erfahrener Dienstleister.
Ergänzend sollte ein interdisziplinär besetzter Beirat eingerichtet werden, der neben Vertreter:innen aus Ländern und Kommunen auch Bürger:innen sowie erfahrene Akteure aus der Wirtschaft und Wissenschaft einbezieht – für mehr Realitätsnähe, Innovationskraft und Umsetzungsgeschwindigkeit.
Die Registermodernisierung ist kein Nice-to-have, sondern das Rückgrat einer digital souveränen Verwaltung. Sie ist nicht nur eine technische, sondern eine strukturelle Reform und muss zentral gesteuert und technologieoffen umgesetzt werden. Der Zustand, dass wir derzeit mit über 375 veralteten, fragmentierten Registern operieren, ist nicht länger hinnehmbar. Es gilt weiterhin: Qualität vor Tempo – aber mit einem klaren Zeitplan und messbaren Meilensteinen.
Erfolgsfaktoren, damit die Registermodernisierung gelingt:
Zentrale Steuerung durch das Digitalministerium mit verbindlicher Koordinationsrolle gegenüber Bund, Ländern und Kommunen.
Einheitliche Datenmodelle und Standards, die Interoperabilität ermöglichen und Systembrüche verhindern.
Ein eindeutiger Identifikator (z. B. Steuer-ID), der die registerübergreifende Nutzung personenbezogener Daten rechtssicher ermöglicht.
Klare gesetzliche Rahmenbedingungen, die Datenschutz, Zweckbindung und Zugriffskontrollen eindeutig regeln.
Drei priorisierte Registerbereiche mit Hebelwirkung:
1. Melderegister: Fundament für nahezu alle Verwaltungsprozesse. Es muss interoperabel, aktuell und zentral zugänglich sein.
2. Personenstandsregister: Essenziell für Familienleistungen. Es muss vollständig digitalisiert und Ende-zu-Ende nutzbar gemacht werden.
3. Gesundheitsregister: Voraussetzung für eine funktionierende elektronische Patientenakte (ePA) und sektorenübergreifende Versorgungsmodelle. Die Datenschutzkonformität ist zwingend notwendig.
Vorgeschlagene Modernisierungsphasen (am Beispiel Melderegister):
Beispiel-Projektplan: Einführung eines bundesweiten Melderegisters
Künstliche Intelligenz (KI) kann zum Transformationshebel für die öffentliche Verwaltung werden – vorausgesetzt, ihr Einsatz erfolgt verantwortungsvoll, rechtssicher und strategisch. Die Potenziale sind enorm: KI kann Routineaufgaben automatisieren, Entscheidungsprozesse beschleunigen und die Interaktion zwischen Staat und Bürger:innen verbessern.
Bislang bleibt der Einsatz punktuell beschränkt. Diesen Zustand gilt es zu überwinden. KI muss als Querschnittstechnologie verstanden und aktiv in den digitalen Modernisierungsprozess integriert werden. Sie ist nicht nur technische Innovation, sondern umfassender Hebel für eine leistungsfähige, vorausschauende Verwaltung. Bundesweite Pilotprojekte können helfen, KI in der Verwaltung in die Fläche zu bringen.
Dabei gilt: Datenschutz, IT-Sicherheit sowie das Dienst- und Amtsgeheimnis sind unverhandelbar. Vertrauliche Informationen dürfen nicht über öffentlich zugängliche KI-Tools verarbeitet werden. Die Verantwortung für Inhalte, die durch KI generiert werden, liegt weiterhin beim Menschen. Eine sorgfältige Ergebnisprüfung ist zwingend erforderlich – und keine Option.
Priorisierte Anwendungsfelder:
Antrags- und Fallbearbeitung: Einsatz von KI-gestützter Dokumentenerkennung, Klassifikation und Workflowautomatisierung (z. B. mit ABBYY, UiPath, ServiceNow). Beschleunigung von Genehmigungsprozessen, automatisierte Nachweisgenerierung und Reduktion manueller Fehler sind dabei das Ziel.
DigitaleBürger:innenkommunikation: KI-basierte Chatbots und Sprachassistenten (z. B. IBM Watson, MS Virtual Agent) können Auskünfte rund um die Uhr bieten, FAQs abdecken und einfache Vorgänge direkt auslösen. Existierende Hotlines werden entlastet.
Standardisierte Prüfprozesse: Automatisierte Anomalie-Erkennung und Regelprüfung, z. B. bei Kfz-Zulassungen oder im Bereich Fördermittelvergabe. KI kann hier datenbasierte Vorentscheidungen liefern und Risiken frühzeitig erkennen.
Datenschutz und Compliance: Einsatz von KI zur Erkennung sensibler Inhalte, Klassifikation personenbezogener Daten und automatisierten Prüfung auf DSGVO-Konformität (z. B. Compliance.ai).
Der anhaltende Mangel an qualifiziertem Personal bringt die Verwaltung zunehmend an ihre Grenzen. Gleichzeitig steigen die Ansprüche an Geschwindigkeit, Qualität und Bürger:innenorientierung. Eine bloße Personalaufstockung wird diese Lücke nicht schließen.
Der Schlüssel liegt in einer konsequenten Neuausrichtung:
Digitalisierung als Hebel: Automatisierung von Routineprozessen muss Vorrang vor Personalausbau haben: Für mehr Effzienz.
Zentralisierung von Aufgaben: Aufbau leistungsfähiger Shared Services und gezielte Einbindung erfahrener privater Anbieter steigern Skalierbarkeit und Qualität.
Fokus auf das Wesentliche: Bürokratieabbau, konsequente Standardisierung und ein verpflichtender „Digital-Check“ bei neuen Gesetzen entlasten die Verwaltung spürbar.
Moderne Personalstrategie: Umschulung, Weiterbildung und gezieltes Empowerment des vorhandenen Personals müssen systematisch gefördert werden.
Zugleich braucht es einen Kulturwandel hin zu einem digitalen, lösungsorientierten Mindset: weniger Silodenken, mehr Verantwortung und mehr Raum für Lernprozesse mit einer gesunden Fehlerkultur. Die Verwaltung muss sich an den Bedürfnissen der Bürger:innen und Unternehmen ausrichten, nicht umgekehrt.
Die gezielte Stärkung der digitalen Fähigkeiten in der Verwaltung ist hierbei entscheidend: Nur wenn Mitarbeiter:innen den Wandel aktiv mitgestalten können, wird Digitalisierung wirksam.
Empfohlene Maßnahmen:
Schulungs- und Weiterbildungsprogramme mit digitalem Fokus – ergänzt durch moderne E-Learning-Angebote.
Digital-Mentoren als interne Multiplikatoren und Wegbereiter für neue Technologien.
Praktische Einbindung: Mitarbeiter:innen sollen durch aktive Beteiligung an Digitalisierungsprojekten Erfahrungen sammeln.
Benutzerfreundliche IT-Arbeitsumgebung, die moderne Technologien verfügbar und intuitiv nutzbar macht.
Als langjähriger Digitalisierungspartner von Bund, Ländern und Kommunen kennt DXC die besonderen Anforderungen der öffentlichen Verwaltung – von der Strategie bis zur konkreten Umsetzung. Unsere Stärke: Wir übersetzen Konzepte in funktionierende Lösungen, die wirken.
Schnell. Skalierbar. Sicher.
Beschleunigte Applikationsentwicklung: Ob Registermodernisierung, KIbasierte Fallbearbeitung oder Automatisierung von Verwaltungsprozessen – wir starten Projekte zügig, integrieren bereits erprobte Komponenten und liefern in kurzer Zeit erste Prototypen oder Testsysteme. Erfolgsfaktoren, damit die Registermodernisierung gelingt:
Technische Integration: Wir schaffen nahtlose Verbindungen zwischen bestehenden Fachverfahren und neuen Plattformen. Dazu gehört u. a. die Anbindung von Single-Sign-On-Systemen, eID-Funktionen sowie die Umsetzung moderner Schnittstellenarchitekturen.
Zukunftssichere Infrastruktur: DXC konzipiert und betreibt sichere Plattformen – ob cloudbasiert, hybrid oder on-premise. Unsere Lösungen entsprechen höchsten Sicherheitsstandards (BSI, IT-Grundschutz) und sind auf dauerhaften Betrieb und Wartung ausgelegt.
Menschen mitnehmen – Kompetenzen aufbauen
Digitalisierung gelingt nur mit qualifizierten und motivierten Mitarbeiter:innen. Über die DXC Academy bieten wir praxisnahe Qualifizierungsformate, darunter:
Individuelle Lernpfade und E-Learning-Angebote
Schulungen zu neuen Technologien und Anwendungen
Unterstützung im Change-Management zur Förderung einer digitalen Verwaltungskultur
Unser Selbstverständnis: Wir setzen um.
DXC ist nicht nur Dienstleister, sondern echter Umsetzungspartner. Wir denken Projekte vom Ergebnis her, bringen technologische Exzellenz ein und behalten immer das große Ganze im Blick: eine zukunftsfähige, digitale Verwaltung.
Neben vielen anderen Projekten, trug DXC im Auftrag der Landesregierung Nordrhein-Westfalens (NRW) maßgeblich zum Aufbau der E-Verwaltungsarbeit durch die erfolgreiche Einführung eines elektronischen Aktensystems (e-Akte) bei. Dies steht nun an mehr als 55.000 Arbeitsplätzen in der Landesverwaltung NRWs zur Verfügung. Zum Einsatz kommt hierbei auch die eigens von DXC entwickelte Lösung DXC WebScan®, die das Digitalisieren von Dokumenten in der Verwaltung rechtssicher und effizient gestaltet.
Möchten Sie zu unseren Impulsen persönlich sprechen oder haben Sie Fragen?
Dann kontaktieren Sie gerne:
Ralf Fischer, Managing Director DXC Technology Deutschland, Director Public Sector DACH